Donnerstag, 20. Dezember 2012

Ich lebe

Ich bin es mal wieder.
Nachdem NaNo nun vorbei ist und ich auch meine Semesterarbeit endlich hinter mich gebracht habe, verbringe ich nun endlich mal ein paar Tage in Ruhe und ohne Sorgen. Ich lerne zwar schon fleißig für meine Nachprüfungen im Januar, aber ich versuche fleißig an meiner Story zu arbeiten.
Beim Schreiben habe ich eben das Lied "Ich lebe" von Christina Stürmer gehört und einen Flyer vom Jungen Literaturforum Hessen - Thüringen in die Hand bekommen. Dieses Forum schreibt einen Schreib-Wettbewerb aus. Einsendeschluss ist der 31.01.2013. Bedingungen: Entweder 3 Gedichte oder einen Prosatext bis zu 1300 Wörter.
Als ich das Lied hörte, dachte ich darüber nach. Ich hatte schon lange vor teilzunehmen. Ich öffnete also eine neue Word-Datei und begann zu schreiben. Das Ergebnis könnt ihr gleich lesen. Bitte gebt mir mal ein Feedback, ob ich das einreichen könnte, was ich noch verbessern könnte, etc.. Nicht wundern - der Text ist sehr schnulzig, aber das waren meine Gedanken zum Lied.

Ich lebe



Ich lebe – weil du mein Atem bist
Mein Fuß lag schwer auf dem Gaspedal. Bis zum Anschlag war es durchgedrückt und ich raste die nächtliche Straße entlang. Ich wollte zurück, denn dort gehörte ich hin. Plötzlich gab es einen lauten Knall und mein Wagen wurde mit einem heftigen Ruck nach links geschleudert. Ich schrie! Meine Hände verkrampften sich um das Lenkrad, dann rammte das Auto die Leitplanke und wurde von der Wucht auf die Seite geworfen, mein Kopf schlug heftig gegen die Kopfstütze und prallte danach auf das Lenkrad auf. Der Airbag war nicht aufgegangen. Es war mit einem Mal alles Schwarz…
Schmerzen durchzogen meinen Brustkorb und ganz ohne mein Zutun hob er sich und wurde wieder niedergedrückt. Meine Gedanken schwirrten wirr umher. Mein Körper wollte mir nicht gehorchen. Ich fühlte mich hilflos, schwach und allein… Moment! Ich konnte eine Stimme hören. Immer eindringlicher rief jemand: Miss… Miss, wachen Sie auf. Und dann war da noch dieser Druck. Ich spürte einen sanfteren auf meinen Lippen und dann harte Stöße gegen meine Brust. Die Stimme flehte immer wieder, ich solle nicht sterben…
Sterben? Dafür war ich noch nicht bereit. Ich wollte doch leben!
Auf einen Schlag schlug ich die Augen auf.  Ein Mann kniete neben mir und presste seinen Mund auf meinen. Er wich zurück. Meine Lungen sehnten sich nach frischer Luft und ich atmete so heftig ein, dass ich husten musste.
Ich lebe, weil dieser Mann mein Atem war!

Bin müde – wenn du das Kissen bist
Früher fühlte ich mich nachts oft einsam. Und das war ich auch. Ich konnte dann nie schlafen.
Doch das ist jetzt anders. Denn jetzt ist er bei mir. Wenn er spät von Arbeit nach Hause kommt, kuschle ich mich eng an ihn und lege meinen Kopf auf seine Brust. Dann höre ich seinen Herzschlag und denke: Hier bin ich zu Hause!
Ich kann besser schlafen, seitdem er da ist. Er hat genau die richtige Größe, um auf seiner Brust zu träumen.
Er ist mein Kissen, auf dem ich gern in den Schlaf falle.

Bin durstig – wenn du mein Wasser bist
Seitdem wir zusammen sind, sehne ich mich nach ihm. Jeden Tag, jede Minute. Wenn er nicht da ist, fühle ich mich wie ein Verdurstender.
Meine Kehle ist dann wie zugeschnürt. Ob das Normal ist? Ich durste nach seiner Liebe, seinen Küssen, seinem Körper. Mein inneres Verlangen nach ihm ist unzerstörbar.
Doch dann kommt er nach Hause, beugt sich zu mir und küsst mich. Er legt seinen Mantel ab, verstaut ihn im Schrank. Er kommt zu mir ins Zimmer, kniet sich neben mich – wie damals – und hält mir ein kleines Kästchen unter die Nase. Seine Frage verstehe ich nicht. Es rauscht in meinen Ohren und benommen vor Glück und Liebe nickte ich. Tränen laufen mir die Wangen hinab – Tränen der Freude – und er umarmt mich lachend. Dann steckt er mir den Ring an und ich fühle mich gerettet. Meine Wüste wird zur Oase.
Seine Liebe ist alles was ich brauche – es ist mein Wasser, das mich am Leben hält.

Du bist für mich mein zweites ICH
Ich kenne ihn mittlerweile sehr gut. Wir sind schon lange zusammen. Sein Atem prickelt in meinem Nacken, wenn er mich von hinten umarmt.
Seitdem er und ich zusammengehören habe ich mich verändert. Mir kommt das Leben einfacher vor, fröhlicher. Ich habe keine Angst mehr, denn ich weiß: Er ist immer an meiner Seite.
Ein Leben lang. Das ist unser Versprechen. Das ist mein Wunsch für uns. Ich weiß, er wünscht es sich auch – er kennt mich, so wie ich ihn kenne. Er freut sich über jedes Lächeln, das ich ihm schenke und ist glücklich, wenn ich mich an ihn schmiege.
Immer an diesem einen Tag im Jahr bringt er mir einen großen Blumenstrauß. Auch wenn es nicht mein Geburtstag ist, feiern wir ihn gemeinsam so – es war der erste Tag meines neuen Lebens. Ich freue mich immer darüber und gebe ihm einen innigen Kuss.
Ich bin glücklich, dass ich ihn kenne; dass er mich kennt. Wir verstehen uns auch ohne Worte. Er spürt, wenn ich traurig bin und weint mit mir, tröstet mich. Dann nimmt er mich in den Arm und sagt mir, alles wird wieder gut. Ich glaube ihm, denn er kennt mich, versteht mich.
Er ist mein zweites ICH – ein Leben lang.

ICH LIEBE DICH!

1 Kommentar:

  1. Hallo Franzi =)
    ich find die Geschichte gar nicht so schlecht. Die Idee mit dem Songtext ist gut. Du hast dir die einprägsamsten Textstellen ausgesucht. Beim Lesen hatte ich die ganze Zeit die jeweilige Zeile im Kopf und hab Christina Stürmer singen hören. :D Für denn Wettbewerb wäre es vielleicht auch gut ein noch aktuelleres Lied zu wählen.
    Der Text an sich ist ok. Ich denke am ersten Absatz gibt es noch ein bisschen was zu verbessern. Das mit dem Autounfall läuft ja alles ziemlich schnell ab. Wenn du kürzere Sätze für diese Szene verwendest, erhöht sich die Lesegeschwindigkeit und die Spannung. Bei dem Satz "... wurde mit voller Wucht auf die Seite geworfen" würde ich einfach nur: "zur Seite geworfen" schreiben.
    Ansonsten: weiter so! =)
    hdl Anna

    AntwortenLöschen