Ich kam am 16.01.2013 relativ früh aus der Fachhochschule
Heim, da dachte ich, ich könnte doch einmal beim Arbeitsamt Meiningen anrufen
und mir einen Termin für die Studienberatung geben lassen – schließlich weiß
ich noch nicht genau, wie es nach meinem Studium weitergehen soll. Und bis
dahin ist auch nur noch ein knappes Jahr Zeit!
Also begab ich mich bei Google auf die Suche nach einer
Telefonnummer und hatte auch schnell eine gefunden (über die Seite der Agentur
für Arbeit in Suhl) – allerdings war diese Nummer kostenpflichtig!
Als armer Student bin ich ja immer danach bestrebt, meine
Kosten in allen Dingen gering zu halten, also googelte ich noch eine Runde und
fand dann eine kostenlose Nummer für die Agentur in Meiningen. Diese rief ich
dann an.
Arbeitsamt: *Tuuuuut Tuuuuut Klick*
Guten Tag, Sie sind verbunden …. (blablabla). Sollten Sie Fragen zum Arbeitslosengeld II haben, auch als Hartz IV bekannt, drücken Sie bitte die 2.
Ich: Na klar, diese Frage kommt natürlich zuerst!
A: Sollten Sie Fragen zu … (blablabla) (Irgendwann dann:) Sollten Sie ein sonstiges Anliegen haben, drücken Sie die 8.
Ich drücke die 8.
A: Der nächste freie Mitarbeiter ist für Sie reserviert. Bitte haben Sie einen Moment Geduld. *dudeldudeldudel* (<- Hintergrundmusik) Sollte Ihnen die Wartezeit zu lange dauern, können Sie uns gern zu einem späteren Zeitpunkt erneut anrufen … Bitte haben Sie noch einen Moment Geduld.
Guten Tag, Sie sind verbunden …. (blablabla). Sollten Sie Fragen zum Arbeitslosengeld II haben, auch als Hartz IV bekannt, drücken Sie bitte die 2.
Ich: Na klar, diese Frage kommt natürlich zuerst!
A: Sollten Sie Fragen zu … (blablabla) (Irgendwann dann:) Sollten Sie ein sonstiges Anliegen haben, drücken Sie die 8.
Ich drücke die 8.
A: Der nächste freie Mitarbeiter ist für Sie reserviert. Bitte haben Sie einen Moment Geduld. *dudeldudeldudel* (<- Hintergrundmusik) Sollte Ihnen die Wartezeit zu lange dauern, können Sie uns gern zu einem späteren Zeitpunkt erneut anrufen … Bitte haben Sie noch einen Moment Geduld.
Das ging dann noch eine Weile so. Nach ca. 5 Minuten hatte
ich dann endlich eine reale Stimme am Apparat:
A: Guten Tag, Sie
sprechen mit Frau …, was kann ich für Sie tun?
Ich: Guten Tag, ich wollte mich gern nach einem Studienberatungstermin bei Ihnen in Meiningen erkundigen.
A: Gern. Sind Sie schon bei uns gemeldet?
Ich: Ich war bisher nur in Chemnitz.
A: Warum möchten Sie denn dann jetzt nach Meiningen?
Ich: Weil ich in Erfurt studiere und…
A: Sie studieren? Warum möchten Sie denn dann einen Beratungstermin?
Ich: Weil ich in einem Jahr fertig bin und ein weiterführendes Studium machen möchte, allerdings noch nicht so genau weiß was und wo.
A: Achso. Aber sagten Sie nicht gerade Sie studieren in Erfurt? Da gibt es doch auch eine Agentur für Arbeit. Wäre es da für Sie nicht einfacher dahin zu gehen?
Ich: Ja, aber ich studiere dual und mein Arbeitsplatz ist in der Nähe von Meiningen, weshalb ich eher dorthin komme, als in Erfurt.
A: Na gut. Wenn Sie schon mal bei uns gemeldet waren, haben Sie doch sicher eine Kundennummer für mich.
Ich: Oh.. Die habe ich jetzt nicht hier.
A: Ok, dann sagen Sie mir bitte noch einmal Ihren vollen Namen.
Ich: Franziska *tutututututut*
Ich: Guten Tag, ich wollte mich gern nach einem Studienberatungstermin bei Ihnen in Meiningen erkundigen.
A: Gern. Sind Sie schon bei uns gemeldet?
Ich: Ich war bisher nur in Chemnitz.
A: Warum möchten Sie denn dann jetzt nach Meiningen?
Ich: Weil ich in Erfurt studiere und…
A: Sie studieren? Warum möchten Sie denn dann einen Beratungstermin?
Ich: Weil ich in einem Jahr fertig bin und ein weiterführendes Studium machen möchte, allerdings noch nicht so genau weiß was und wo.
A: Achso. Aber sagten Sie nicht gerade Sie studieren in Erfurt? Da gibt es doch auch eine Agentur für Arbeit. Wäre es da für Sie nicht einfacher dahin zu gehen?
Ich: Ja, aber ich studiere dual und mein Arbeitsplatz ist in der Nähe von Meiningen, weshalb ich eher dorthin komme, als in Erfurt.
A: Na gut. Wenn Sie schon mal bei uns gemeldet waren, haben Sie doch sicher eine Kundennummer für mich.
Ich: Oh.. Die habe ich jetzt nicht hier.
A: Ok, dann sagen Sie mir bitte noch einmal Ihren vollen Namen.
Ich: Franziska *tutututututut*
Ich starre das Telefon an. Die Dame hatte einfach aufgelegt! Na sowas!
Wahrscheinlich ist sie auf die falsche Taste gekommen. Ich rief also erneut die
Nummer an und drücke gleich die 8. Nach der diesmal nur 2-minütigen
Warteschleife, ging eine andere Frau ans Telefon:
A2: Hallo, Sie sprechen mit Frau …, was kann ich für Sie
tun?
Ich (hatte aus dem vorherigen Gespräch gelernt): Hallo, ich bin Studentin in Erfurt und da mein Studium bald vorüber ist, möchte ich gern einen Studienberatungstermin in Meiningen.
A2:Warum denn in Meiningen?
Ich: Weil ich dual studiere und mein Arbeitsplatz ist in der Nähe von Meiningen, weshalb ich eher dorthin komme, als in Erfurt. Denn immer wenn dort Öffnungszeiten sind habe ich Schule.
A2: Achso. Na gut. Waren Sie schon mal beim Arbeitsamt?
Ich: Ja, aber nur in Chemnitz.
A2: In Chemnitz? Na, das ist egal. Wir haben eine gemeinsame Kundenkartei. Haben Sie eine Kundennummer für mich?
Ich: Leider nicht.
A2: Es geht auch die Rentenversicherungsnummer.
Ich: Ja, da hab ich eine. (ich krame Sie in meiner Tasche hervor) Sie lautet … *tututututututut*
Ich (hatte aus dem vorherigen Gespräch gelernt): Hallo, ich bin Studentin in Erfurt und da mein Studium bald vorüber ist, möchte ich gern einen Studienberatungstermin in Meiningen.
A2:Warum denn in Meiningen?
Ich: Weil ich dual studiere und mein Arbeitsplatz ist in der Nähe von Meiningen, weshalb ich eher dorthin komme, als in Erfurt. Denn immer wenn dort Öffnungszeiten sind habe ich Schule.
A2: Achso. Na gut. Waren Sie schon mal beim Arbeitsamt?
Ich: Ja, aber nur in Chemnitz.
A2: In Chemnitz? Na, das ist egal. Wir haben eine gemeinsame Kundenkartei. Haben Sie eine Kundennummer für mich?
Ich: Leider nicht.
A2: Es geht auch die Rentenversicherungsnummer.
Ich: Ja, da hab ich eine. (ich krame Sie in meiner Tasche hervor) Sie lautet … *tututututututut*
Wieder starre ich das Telefon erstaunt und entsetzt an. Langsam bekomme ich Panik. Bin ich als Straftäter gelistet und jeglicher Kontakt soll zu mir abgebrochen werden, sobald klar ist, mit wem die da sprechen? Ich dachte mir dann so, einmal versuche ich es noch!
Also tippe ich die Nummer erneut ein, wähle dann die 8 und
hänge ca. 3-4 Minuten in der Warteschleife, bevor sich die nächste Dame meldet:
A3: Hallo, Sie sprechen mit Frau …, wie kann ich Ihnen
helfen?
Ich: Hallo, ich bin Studentin in Erfurt und da mein Studium bald vorüber ist, möchte ich gern einen Studienberatungstermin in Meiningen.
A3:Warum denn gehen Sie denn nicht in Erfurt?
Ich: Weil ich dual studiere und mein Arbeitsplatz ist in der Nähe von Meiningen, weshalb ich eher dorthin komme, als in Erfurt. Denn immer wenn dort Öffnungszeiten sind habe ich Schule. (Ziemlich genau das Gespräch von eben!)
A3: Sind Sie schon bei uns gemeldet?
Ich: Ja, allerdings bisher nur in Chemnitz.
A3: Haben Sie eine Kundennummer für mich?
Ich: Nein, aber eine Rentenversicherungsnummer.
A3: Die nehme ich auch.
Ich sage die Nummer an.
A3: Gut, ich will nur schnell überprüfen, dass ich mit der richtigen Person spreche. Nennen Sie mir bitte Ihren vollständigen Namen, Ihr Geburtsdatum und Ihren Wohnort.
Ich nenne Namen und Geburtsdatum und meinen Wohnort (in Erfurt).
A3: Hier steht aber eine Adresse in Hainichen.
Ich: Ja, das ist die Adresse meiner Eltern. Ich wohne wegen meines Studiums jetzt in Erfurt.
A3: Also ist das dann Ihr neuer Hauptwohnsitz? Ich ändere das gleich mal bei uns im Programm ab.
Ich sage die Adresse noch einmal langsam an.
A3: Und Sie möchten einen Beratungstermin in Meiningen?
Ich: Ja.
A3: Bitte warten Sie einen kleinen Moment. (Sie schaltet mich auf stumm. Ungefähr 3-4 Minuten später ist sie wieder am Apparat) Gut, das können wir machen. Allerdings muss ich Ihrem Berater in Chemnitz Bescheid geben, dass Sie jetzt in Erfurt auf dem Amt gemeldet sind. Dort teilt man Ihnen dann einen neuen Berater zu und dieser muss sich mit Meiningen in Verbindung setzen und bescheid geben, dass Sie gern einen Termin dort hätten. Der Berater von dort setzt sich dann mit Ihnen in Verbindung um einen Termin auszumachen.
Ich: Ok… Und wie läuft das dann für mich weiter ab?
A3: Ich schicke Ihnen einen Beraterbogen zu, den Sie dann ausfüllen und zurückschicken, damit der Berater sich besser auf das Gespräch einstellen kann.
Ich: Ich bin aber nur noch bis Freitag in Erfurt. Danach erst einmal eine Woche arbeiten. Ich bin immer nur aller 14 Tage hier, weshalb der Postweg immer sehr lang dauert. Geht das auch per E-Mail?
A3: Leider nein, wegen den Datenschutzbestimmungen.
Ich: Ok.
A3: Ich mache aber eine Notiz, dass der Postweg bei Ihnen immer lang dauert wegen Praktikum aller 14 Tage. Sooo… Könnten Sie mir zufällig gerade die Postleitzahl von Meiningen nennen?
Ich (etwas verwirrt, schließlich rief ich gerade in Meiningen an): Klar. 98617.
A3: Danke. Und Sie sagten, sie studieren gerade? Bei mir im Programm steht zuletzt, dass Sie bis zum 31.07.2010 bei der BERATA GmbH in Chemnitz gearbeitet haben?
Ich: Ja, im Oktober 2010 habe ich dann mit meinem Studium begonnen.
A3: Dürfte ich gleich gemeinsam mit Ihnen Ihren Lebenslauf bei uns aktualisieren? Was haben Sie denn in den 2 Monaten dazwischen gemacht?
Ich: Ich war auf Wohnungssuche in Erfurt und habe mich auf mein Studium vorbereitet.
A3: Aha. Und dann ab 01.10.2010 haben Sie dieses angefangen? Und was studieren Sie?
Ich: Tourismuswirtschaft.
A3: Tourismus…management?
Ich: Nein, Tourismuswirtschaft.
A3: Ist das dann Tourismusmarketing?
Ich: Nein, TourismusWIRTSCHAFT.
A3: Das finde ich nicht in meiner Datenbank…
Ich: Vielleicht hilft es Ihnen, wenn ich Ihnen die Hochschule nenne?
A3: Nein, das muss ich aus unserer Datenbank angeben. Ach, da habe ich es. Tourismuswirtschaft. An der Uni Erfurt?
Ich: Nein, an der Adam-Ries-Fachhochschule.
A3: Wo bitte?
Ich: Adam-Ries-Fachhochschule. Wie der Rechenschiebertyp.
A3: Gut. Und bis wann studieren Sie voraussichtlich?
Ich: Bis 31.03.2014.
A3: Gut, vielen Dank. Der Berater aus Meiningen wird sich dann bald mit Ihnen in Verbindung setzen. Einen schönen Tag noch.
Ich: Danke ebenso. *tututututut*
Ich: Hallo, ich bin Studentin in Erfurt und da mein Studium bald vorüber ist, möchte ich gern einen Studienberatungstermin in Meiningen.
A3:Warum denn gehen Sie denn nicht in Erfurt?
Ich: Weil ich dual studiere und mein Arbeitsplatz ist in der Nähe von Meiningen, weshalb ich eher dorthin komme, als in Erfurt. Denn immer wenn dort Öffnungszeiten sind habe ich Schule. (Ziemlich genau das Gespräch von eben!)
A3: Sind Sie schon bei uns gemeldet?
Ich: Ja, allerdings bisher nur in Chemnitz.
A3: Haben Sie eine Kundennummer für mich?
Ich: Nein, aber eine Rentenversicherungsnummer.
A3: Die nehme ich auch.
Ich sage die Nummer an.
A3: Gut, ich will nur schnell überprüfen, dass ich mit der richtigen Person spreche. Nennen Sie mir bitte Ihren vollständigen Namen, Ihr Geburtsdatum und Ihren Wohnort.
Ich nenne Namen und Geburtsdatum und meinen Wohnort (in Erfurt).
A3: Hier steht aber eine Adresse in Hainichen.
Ich: Ja, das ist die Adresse meiner Eltern. Ich wohne wegen meines Studiums jetzt in Erfurt.
A3: Also ist das dann Ihr neuer Hauptwohnsitz? Ich ändere das gleich mal bei uns im Programm ab.
Ich sage die Adresse noch einmal langsam an.
A3: Und Sie möchten einen Beratungstermin in Meiningen?
Ich: Ja.
A3: Bitte warten Sie einen kleinen Moment. (Sie schaltet mich auf stumm. Ungefähr 3-4 Minuten später ist sie wieder am Apparat) Gut, das können wir machen. Allerdings muss ich Ihrem Berater in Chemnitz Bescheid geben, dass Sie jetzt in Erfurt auf dem Amt gemeldet sind. Dort teilt man Ihnen dann einen neuen Berater zu und dieser muss sich mit Meiningen in Verbindung setzen und bescheid geben, dass Sie gern einen Termin dort hätten. Der Berater von dort setzt sich dann mit Ihnen in Verbindung um einen Termin auszumachen.
Ich: Ok… Und wie läuft das dann für mich weiter ab?
A3: Ich schicke Ihnen einen Beraterbogen zu, den Sie dann ausfüllen und zurückschicken, damit der Berater sich besser auf das Gespräch einstellen kann.
Ich: Ich bin aber nur noch bis Freitag in Erfurt. Danach erst einmal eine Woche arbeiten. Ich bin immer nur aller 14 Tage hier, weshalb der Postweg immer sehr lang dauert. Geht das auch per E-Mail?
A3: Leider nein, wegen den Datenschutzbestimmungen.
Ich: Ok.
A3: Ich mache aber eine Notiz, dass der Postweg bei Ihnen immer lang dauert wegen Praktikum aller 14 Tage. Sooo… Könnten Sie mir zufällig gerade die Postleitzahl von Meiningen nennen?
Ich (etwas verwirrt, schließlich rief ich gerade in Meiningen an): Klar. 98617.
A3: Danke. Und Sie sagten, sie studieren gerade? Bei mir im Programm steht zuletzt, dass Sie bis zum 31.07.2010 bei der BERATA GmbH in Chemnitz gearbeitet haben?
Ich: Ja, im Oktober 2010 habe ich dann mit meinem Studium begonnen.
A3: Dürfte ich gleich gemeinsam mit Ihnen Ihren Lebenslauf bei uns aktualisieren? Was haben Sie denn in den 2 Monaten dazwischen gemacht?
Ich: Ich war auf Wohnungssuche in Erfurt und habe mich auf mein Studium vorbereitet.
A3: Aha. Und dann ab 01.10.2010 haben Sie dieses angefangen? Und was studieren Sie?
Ich: Tourismuswirtschaft.
A3: Tourismus…management?
Ich: Nein, Tourismuswirtschaft.
A3: Ist das dann Tourismusmarketing?
Ich: Nein, TourismusWIRTSCHAFT.
A3: Das finde ich nicht in meiner Datenbank…
Ich: Vielleicht hilft es Ihnen, wenn ich Ihnen die Hochschule nenne?
A3: Nein, das muss ich aus unserer Datenbank angeben. Ach, da habe ich es. Tourismuswirtschaft. An der Uni Erfurt?
Ich: Nein, an der Adam-Ries-Fachhochschule.
A3: Wo bitte?
Ich: Adam-Ries-Fachhochschule. Wie der Rechenschiebertyp.
A3: Gut. Und bis wann studieren Sie voraussichtlich?
Ich: Bis 31.03.2014.
A3: Gut, vielen Dank. Der Berater aus Meiningen wird sich dann bald mit Ihnen in Verbindung setzen. Einen schönen Tag noch.
Ich: Danke ebenso. *tututututut*
Ich kann nur sagen: Beim Arbeitsamt anrufen kann zum
richtigen Kabarett werden!
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