Nachdem NaNo nun vorbei ist und ich auch meine Semesterarbeit endlich hinter mich gebracht habe, verbringe ich nun endlich mal ein paar Tage in Ruhe und ohne Sorgen. Ich lerne zwar schon fleißig für meine Nachprüfungen im Januar, aber ich versuche fleißig an meiner Story zu arbeiten.
Beim Schreiben habe ich eben das Lied "Ich lebe" von Christina Stürmer gehört und einen Flyer vom Jungen Literaturforum Hessen - Thüringen in die Hand bekommen. Dieses Forum schreibt einen Schreib-Wettbewerb aus. Einsendeschluss ist der 31.01.2013. Bedingungen: Entweder 3 Gedichte oder einen Prosatext bis zu 1300 Wörter.
Als ich das Lied hörte, dachte ich darüber nach. Ich hatte schon lange vor teilzunehmen. Ich öffnete also eine neue Word-Datei und begann zu schreiben. Das Ergebnis könnt ihr gleich lesen. Bitte gebt mir mal ein Feedback, ob ich das einreichen könnte, was ich noch verbessern könnte, etc.. Nicht wundern - der Text ist sehr schnulzig, aber das waren meine Gedanken zum Lied.
Ich lebe
Ich
lebe – weil du mein Atem bist
Mein Fuß lag schwer auf dem
Gaspedal. Bis zum Anschlag war es durchgedrückt und ich raste die nächtliche
Straße entlang. Ich wollte zurück, denn dort gehörte ich hin. Plötzlich gab es
einen lauten Knall und mein Wagen wurde mit einem heftigen Ruck nach links
geschleudert. Ich schrie! Meine Hände verkrampften sich um das Lenkrad, dann
rammte das Auto die Leitplanke und wurde von der Wucht auf die Seite geworfen,
mein Kopf schlug heftig gegen die Kopfstütze und prallte danach auf das Lenkrad
auf. Der Airbag war nicht aufgegangen. Es war mit einem Mal alles Schwarz…
Schmerzen durchzogen meinen
Brustkorb und ganz ohne mein Zutun hob er sich und wurde wieder niedergedrückt.
Meine Gedanken schwirrten wirr umher. Mein Körper wollte mir nicht gehorchen.
Ich fühlte mich hilflos, schwach und allein… Moment! Ich konnte eine Stimme
hören. Immer eindringlicher rief jemand: Miss… Miss, wachen Sie auf. Und dann
war da noch dieser Druck. Ich spürte einen sanfteren auf meinen Lippen und dann
harte Stöße gegen meine Brust. Die Stimme flehte immer wieder, ich solle nicht
sterben…
Sterben? Dafür war ich noch
nicht bereit. Ich wollte doch leben!
Auf einen Schlag schlug ich
die Augen auf. Ein Mann kniete neben mir
und presste seinen Mund auf meinen. Er wich zurück. Meine Lungen sehnten sich
nach frischer Luft und ich atmete so heftig ein, dass ich husten musste.
Ich lebe, weil dieser Mann
mein Atem war!
Bin
müde – wenn du das Kissen bist
Früher fühlte ich mich
nachts oft einsam. Und das war ich auch. Ich konnte dann nie schlafen.
Doch das ist jetzt anders.
Denn jetzt ist er bei mir. Wenn er spät von Arbeit nach Hause kommt, kuschle
ich mich eng an ihn und lege meinen Kopf auf seine Brust. Dann höre ich seinen
Herzschlag und denke: Hier bin ich zu Hause!
Ich kann besser schlafen,
seitdem er da ist. Er hat genau die richtige Größe, um auf seiner Brust zu
träumen.
Er ist mein Kissen, auf dem
ich gern in den Schlaf falle.
Bin
durstig – wenn du mein Wasser bist
Seitdem wir zusammen sind,
sehne ich mich nach ihm. Jeden Tag, jede Minute. Wenn er nicht da ist, fühle
ich mich wie ein Verdurstender.
Meine Kehle ist dann wie
zugeschnürt. Ob das Normal ist? Ich durste nach seiner Liebe, seinen Küssen, seinem
Körper. Mein inneres Verlangen nach ihm ist unzerstörbar.
Doch dann kommt er nach
Hause, beugt sich zu mir und küsst mich. Er legt seinen Mantel ab, verstaut ihn
im Schrank. Er kommt zu mir ins Zimmer, kniet sich neben mich – wie damals –
und hält mir ein kleines Kästchen unter die Nase. Seine Frage verstehe ich
nicht. Es rauscht in meinen Ohren und benommen vor Glück und Liebe nickte ich.
Tränen laufen mir die Wangen hinab – Tränen der Freude – und er umarmt mich
lachend. Dann steckt er mir den Ring an und ich fühle mich gerettet. Meine
Wüste wird zur Oase.
Seine Liebe ist alles was
ich brauche – es ist mein Wasser, das mich am Leben hält.
Du
bist für mich mein zweites ICH
Ich kenne ihn mittlerweile
sehr gut. Wir sind schon lange zusammen. Sein Atem prickelt in meinem Nacken,
wenn er mich von hinten umarmt.
Seitdem er und ich
zusammengehören habe ich mich verändert. Mir kommt das Leben einfacher vor,
fröhlicher. Ich habe keine Angst mehr, denn ich weiß: Er ist immer an meiner
Seite.
Ein Leben lang. Das ist
unser Versprechen. Das ist mein Wunsch für uns. Ich weiß, er wünscht es sich
auch – er kennt mich, so wie ich ihn kenne. Er freut sich über jedes Lächeln,
das ich ihm schenke und ist glücklich, wenn ich mich an ihn schmiege.
Immer an diesem einen Tag im
Jahr bringt er mir einen großen Blumenstrauß. Auch wenn es nicht mein
Geburtstag ist, feiern wir ihn gemeinsam so – es war der erste Tag meines neuen
Lebens. Ich freue mich immer darüber und gebe ihm einen innigen Kuss.
Ich bin glücklich, dass ich
ihn kenne; dass er mich kennt. Wir verstehen uns auch ohne Worte. Er spürt,
wenn ich traurig bin und weint mit mir, tröstet mich. Dann nimmt er mich in den
Arm und sagt mir, alles wird wieder gut. Ich glaube ihm, denn er kennt mich,
versteht mich.
Er ist mein zweites ICH –
ein Leben lang.
ICH LIEBE DICH!
Hallo Franzi =)
AntwortenLöschenich find die Geschichte gar nicht so schlecht. Die Idee mit dem Songtext ist gut. Du hast dir die einprägsamsten Textstellen ausgesucht. Beim Lesen hatte ich die ganze Zeit die jeweilige Zeile im Kopf und hab Christina Stürmer singen hören. :D Für denn Wettbewerb wäre es vielleicht auch gut ein noch aktuelleres Lied zu wählen.
Der Text an sich ist ok. Ich denke am ersten Absatz gibt es noch ein bisschen was zu verbessern. Das mit dem Autounfall läuft ja alles ziemlich schnell ab. Wenn du kürzere Sätze für diese Szene verwendest, erhöht sich die Lesegeschwindigkeit und die Spannung. Bei dem Satz "... wurde mit voller Wucht auf die Seite geworfen" würde ich einfach nur: "zur Seite geworfen" schreiben.
Ansonsten: weiter so! =)
hdl Anna